Neue FFA-Untersuchung zum Kinobesuch in Deutschland auf dem Filmtheaterkongress Baden-Baden vorgestellt

 



„Thema und Story“ lockten die Besucher auch im Jahr 2006 am häufigsten in die Kinos, so das Ergebnis der neuen FFA-Studie „Der Kinobesucher 2006“, die aktuell auf dem HDF-Filmtheaterkongress KINO 2007 in Baden-Baden vorgestellt wurde. Demnach entschied sich exakt die Hälfte der insgesamt 136,7 Millionen Kinobesucher für einen Kinobesuch am Wochenende. Auf das Gesamtjahr betrachtet hatten die weiblichen Besucher im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent mehr Lust aufs Kino, während sich der Besuch der männlichen Kinogänger lediglich um drei Prozent steigerte.

Neben dieser zum 15. Mal veröffentlichten Analyse über das Besucherverhalten in den deutschen Kinos geben die aktuellen FFA-Auswertungen auch Auskunft zur demographischen Entwicklung und zu den kinospezifischen Merkmalen der Kinobesucher. Demzufolge zählten die 20- bis 29jährigen im letzten Jahr zu den aktivsten Kinobesuchern. Gut ein Drittel dieser Altersgruppe ging durchschnittlich mehr als sieben Mal ins Kino. Insgesamt nahm die Besuchsintensität der sogenannten „Heavy-User“, aber auch die Besuchshäufigkeit aller Kinogänger pro Jahr (4,5 Mal pro Besucher) im Vergleich zu den Vorjahren weiter ab. Somit wurde das Besucherplus 2006 mit 7,4 Prozent erheblich vom „sporadischen“ Kinogänger geprägt.

Erstmals werden in der Studie die Kinobesucher auch nach Lebensabschnitten betrachtet. Berücksichtigt werden bei dieser Analyse der sog. „Biografischen Lebenswelten“ Merkmale wie beispielsweise „Bildungsniveau“ und „Einkommensstatus“. So sahen 38 Prozent der „Studierenden“ einen Film bereits in der ersten Startwoche, während die Gruppe der „Älteren“ (50 Jahre) zunächst verhalten auf einen Filmstart reagierte. Diese fand noch nach sieben Wochen und später - sogar mit verstärktem Interesse - den Weg in die Kinos.

Das Interesse am deutschen Film war 2006 mit insgesamt 34,7 Millionen Besuchern deutlich höher als 2005. Stärkste Besuchergruppe waren mit 38 Prozent die „Älteren“, dicht gefolgt von den „Kids“, mit knapp einem Drittel Anteil. Bei den „Jugendlichen“ war die Affinität zum deutschen Film mit nur 19 Prozent wesentlich niedriger. „Studierende“ entschieden sich lediglich jedes fünfte Mal für eine nationale Produktion.

Die Daten des Individualpanels der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) umfassen 20.000 Teilnehmer und stehen repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab dem Alter von zehn Jahren.

Die neue FFA-Studie ist ab sofort unter www.ffa.de abrufbar.

Quelle: www.ffa.de
 

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